Zum Hauptinhalt springen

Ich wurde betrogen — was tun?

·5 Min. Lesezeit

Geben Sie sich keine Schuld

Zuallererst: Sie sind nicht schuld. Betrüger sind Profis. Sie täuschen jedes Jahr Tausende von Menschen, Junge wie Ältere. Betrogen zu werden bedeutet nicht, naiv zu sein — es bedeutet, dass Sie vertraut haben, was ganz natürlich ist.

Schritt 1: Handeln Sie schnell

Je schneller Sie reagieren, desto grösser sind Ihre Chancen, die Verluste zu begrenzen.

🔒 Unser Sicherheitstipp

NordPassVerwalten Sie alle Ihre Passwörter sicher

Sie müssen Ihre Passwörter nicht mehr aufschreiben. NordPass merkt sie für Sie und warnt, wenn eines bei einem Datenleck offengelegt wurde.

Kostenlos testen

Wenn Sie Geld überwiesen haben:

  • Rufen Sie sofort Ihre Bank an (Nummer auf der Rückseite Ihrer Karte)
  • Erklären Sie die Situation und fragen Sie, ob die Überweisung rückgängig gemacht werden kann
  • In der Schweiz können einige Banken Überweisungen blockieren, wenn Sie innerhalb weniger Stunden handeln

Wenn Sie Ihre Bankdaten weitergegeben haben:

  • Sperren Sie Ihre Karte sofort (über Ihre Banking-App oder durch Anruf bei Ihrer Bank)
  • Ändern Sie Ihre Passwörter von einem anderen Gerät aus

Schritt 2: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei

Gehen Sie zum nächsten Polizeiposten oder rufen Sie 117 an.

Bereiten Sie vor: - Alle erhaltenen Nachrichten, E-Mails oder SMS - Die Bankverbindung des Betrügers (falls vorhanden) - Die Daten und Beträge der durchgeführten Überweisungen

Werfen Sie nichts weg — alles kann als Hinweis dienen.

Schritt 3: Melden Sie es dem NCSC

Nationales Zentrum für Cybersicherheit (NCSC):

  • Website: www.ncsc.admin.ch (Online-Meldeformular)
  • fedpol: www.fedpol.admin.ch — für schweren Finanzbetrug

Diese Meldung hilft, andere potenzielle Opfer zu schützen.

Schritt 4: Suchen Sie Unterstützung

Opfer eines Betrugs zu werden ist schockierend und kann Scham oder Angst auslösen. Es ist wichtig, darüber zu sprechen.

Opferhilfe in der Schweiz:

  • OHG (Opferhilfe): www.ofj.admin.ch — psychologische und juristische Hilfe
  • Pro Senectute: 0848 000 800 — spezialisierte Unterstützung für Senioren
  • Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, wenn Sie sich überfordert fühlen

Schritt 5: Schützen Sie sich in Zukunft

  • Tragen Sie Ihre Nummer in die Liste der Nummern ein, die keine Werbeanrufe erhalten möchten
  • Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen, damit sie Sie warnen können
  • Besuchen Sie regelmässig alertearnaque.ch, um informiert zu bleiben

Nützliche Nummern in der Schweiz

  • Polizei: 117
  • NCSC (Cyberkriminalität melden): www.ncsc.admin.ch
  • Pro Senectute: 0848 000 800
  • Ihre Bank: Nummer auf der Rückseite Ihrer Karte
Wichtige Nachricht: Es ist nie zu spät, um Hilfe zu bitten. Auch wenn der Betrug vor einigen Wochen passiert ist, kann die Polizei noch handeln.

Häufig gestellte Fragen

Was tun als Erstes, wenn man betrogen wurde?
Rufen Sie sofort Ihre Bank an, um Transaktionen zu sperren, dann erstatten Sie Anzeige bei der Polizei (117). Bewahren Sie alle Beweise auf (SMS, E-Mails, Kontoauszüge).
Kann man Anzeige erstatten, auch wenn der Betrug Wochen zurückliegt?
Ja, es ist nie zu spät. Die Polizei kann noch handeln und Ihre Meldung hilft, andere potenzielle Opfer zu schützen.
Gibt es Hilfe für Betrugsopfer in der Schweiz?
Ja. Sie können Pro Senectute (0848 000 800), die Opferhilfestelle (OHG) Ihres Kantons oder das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) unter www.ncsc.admin.ch kontaktieren.

Wurden Sie Opfer?

Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und beim Nationalen Betrugszenturm.

Jetzt melden
← Zurück zu den Artikeln