E-Mail Ihrer Bank verlangt Ihre Codes: Was tun?

·7 Min. Lesezeit·

Eine E-Mail, die echt aussieht, aber keine ist

Stellen Sie sich vor: Sie erhalten eine E-Mail von dem, was wie Ihre Bank aussieht — das Logo ist perfekt, das Layout ist identisch, die E-Mail-Adresse scheint korrekt. Die Nachricht sagt Ihnen, dass es eine "verdächtige Aktivität" auf Ihrem Konto gegeben hat und Sie Ihre Informationen durch Klicken auf einen Link "bestätigen" müssen. Sie klicken, geben Ihre Kundennummer und Ihr Passwort ein… und Ihr Konto wurde gerade geleert.

Das nennt man **Bank-Phishing**, und es ist einer der häufigsten Betrügereien in der Schweiz. UBS, PostFinance, Raiffeisen — alle Schweizer Banken werden von Betrügern imitiert. Laut dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) werden jede Woche Hunderte von Fällen in der Schweiz gemeldet.

Wie man eine gefälschte Bank-E-Mail erkennt

Überprüfen Sie die E-Mail-Adresse des Absenders

Klicken Sie auf den Namen des Absenders, um die vollständige Adresse zu sehen. Eine echte Bank sendet E-Mails von ihrer offiziellen Domain: - UBS: ...@ubs.com - PostFinance: ...@postfinance.ch - Raiffeisen: ...@raiffeisen.ch

Eine Adresse wie "postfinance-sicherheit@gmail.com" ist zu 100% betrügerisch.

Hüten Sie sich vor Dringlichkeitsnachrichten

Gefälschte E-Mails erzeugen immer ein Gefühl der Dringlichkeit: - "Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt" - "Sofortige Maßnahmen erforderlich" - "Verdächtige Aktivität erkannt"

Echte Banken drohen nicht per E-Mail mit der Kontosperrung.

Überprüfen Sie den Link vor dem Klicken

Fahren Sie mit der Maus über den Link (ohne zu klicken): Entspricht die angezeigte Adresse der offiziellen Website Ihrer Bank? Eine Adresse wie "postfinance-secure.com" ist falsch.

Was Ihre Bank NIEMALS per E-Mail fragen wird

  • Ihr vollständiges Passwort
  • Ihre Kartennummer
  • Ihre PIN
  • Ihre Bestätigungscodes (SMS-TAN, App-Codes)
  • Auf einen Link zu klicken, um Ihr Konto zu "überprüfen" oder "reaktivieren"

Die Schritte, die Sie befolgen müssen

Wenn Sie eine verdächtige E-Mail erhalten:

  • . Klicken Sie auf **keinen Link** in der E-Mail
  • . Laden Sie **keinen Anhang** herunter
  • . Melden Sie die E-Mail als Spam
  • . **Leiten Sie die E-Mail** an den Sicherheitsdienst Ihrer Bank weiter
  • . Melden Sie sie dem NCSC: www.ncsc.admin.ch

Wenn Sie auf den Link geklickt und Ihre Daten eingegeben haben:

  • . Rufen Sie sofort Ihre Bank an — Nummer auf der Rückseite Ihrer Karte
  • . Lassen Sie Ihre Karte und Ihren E-Banking-Zugang sperren
  • . Ändern Sie Ihr Passwort von einem anderen Gerät aus
  • . Überprüfen Sie Ihre letzten Transaktionen
  • . Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei (117)

Nützliche Nummern

  • Polizei**: 117
  • Nationales Zentrum für Cybersicherheit (NCSC)**: www.ncsc.admin.ch — 058 465 53 56
  • UBS**: 0800 888 999
  • PostFinance**: 0800 888 710
  • Raiffeisen**: 0800 724 424
**Wesentlicher Rat**: Ihre Bank besitzt bereits alle Ihre Informationen. Sie muss Sie nie per E-Mail danach fragen. Wenn eine E-Mail Sie nach Bankdaten fragt, ist es ohne Ausnahme Betrug.

Wurden Sie Opfer?

Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und beim Nationalen Betrugszenturm.

Jetzt melden
← Zurück zu den Artikeln